Was sind Konzentrationslager ?
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2.1. Definition-Konzentrationslager
Ein Konzentrationslager (KZ) war im nationalsozialistischen Deutschland eine Einrichtung zur Inhaftierung von Menschen ohne rechtsstaatliches Verfahren. Die Gefangenen wurden aus politischen, rassistischen oder sozialen Gründen festgehalten und waren oft unmenschlichen Bedingungen, Gewalt und Zwangsarbeit ausgesetzt. Laut der Bundeszentrale für politische Bildung dienten diese Lager der systematischen Kontrolle und Ausgrenzung bestimmter Bevölkerungsgruppen.
2.2. Zweck der Konzentrationslager
Der Zweck der Konzentrationslager bestand zunächst in der Unterdrückung politischer Gegner und der Einschüchterung der Bevölkerung. Mit der Zeit entwickelte sich daraus ein System des Terrors, in dem Gewalt und Willkür gezielt eingesetzt wurden. Während des Zweiten Weltkriegs wurden viele Lager Teil der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik, insbesondere im Zusammenhang mit dem Holocaust. Dabei wurden Millionen Menschen ermordet, etwa im Lager Auschwitz-Birkenau.
2.3. Historische Einordnung
Historisch lassen sich die Konzentrationslager in mehrere Phasen einordnen: Sie entstanden ab 1933 kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, zunächst zur Inhaftierung politischer Gegner, etwa im KZ Dachau. Ab 1936 wurden sie systematisch ausgebaut und zentral organisiert. Während des Zweiten Weltkriegs kam es zur massiven Erweiterung des Lagersystems und zur Verbindung mit der Vernichtungspolitik. 1945 wurden die Lager schließlich von den Alliierten befreit und die Verbrechen öffentlich bekannt.
Erklärvideo-Konzentrationslager
3. Quelle